Keime in der Dämmschicht – Estrich raus oder desinfizieren?
Nach Hauswasserschäden, Abwasserschäden, Fäkalieneinbrüchen oder auch
überfluteten Kellern als Folge von Hochwasser stellt sich die Frage: Trocknen
der Dämmung unter dem Estrich oder Abriss des Estrichs? Immer dann, wenn die
Entscheidung zugunsten der Trocknung gefallen ist, ist eine vorherige
Desinfektion unerlässlich.
Desinfizieren? Warum ist das notwendig?
Nach Schadensfällen der oben beschriebenen Art sollte es jedem klar sein,
dass sich nicht nur Feuchtigkeit unter dem Boden befindet, sondern auch
Bakterien, coliforme Keime bis hin zu Schimmelpilzen. Der auftretende Geruch
lässt oft keinen Zweifel daran. Aber auch ohne diesen Geruchshinweis ist
davon auszugehen, dass es in kürzester Zeit zu einer Verkeimung der
Estrichdämmung kommt. Dass eine Desinfektion vor der Trocknung nur selten
durchgeführt wird, liegt oft an der Unkenntnis und dem fehlenden
Bewusstsein, dass eine Verkeimung der Dämmung eine stark
gesundheitsgefährdende Belastung darstellen kann. Unbestritten ist, dass
während und nach der Trocknung der Dämmung die große Gefahr besteht, dass die
Keime aus der Dämmschicht in die Raumluft gelangen und zu einer
gesundheitlichen Belastung führen können.
Desinfektion? Wann ist der beste Zeitpunkt?
Eine Desinfektionsmaßnahme sollte von Beginn an mit eingeplant werden.
Nachdem das Medium, das den Schaden verursacht hat, abgesaugt wurde, sollte
die Desinfektionslösung in den Boden eingebracht werden und entsprechend den
Anwendungsempfehlungen des Herstellers einwirken. Anschließend sollte die
Desinfektionslösung abgesaugt werden. Im Anschluss kann mit der Trocknung
begonnen werden.
Abgesicherter Sanierungserfolg
Um den Sanierungserfolg zu überprüfen, kommt der Probennahme eine besondere
Bedeutung zu. Es ist üblich, das Dämmmaterial vor der Sanierung auf
Kontamination zu untersuchen und dies mit den untersuchten Proben nach der
Desinfektion zu vergleichen. Es besteht allerdings auch die Möglichkeit, das
Spülwasser nach der Desinfektion zu untersuchen. Bei der Probennahme und auch
beim Versand sollten grundsätzlich folgende Punkte beachtet werden:
a) Die Probennahme sollte mit Einweghandschuhen erfolgen.
b) Jede einzelne Probe sollte in fabrikneue Alufolie verpackt werden.
c) Bei flüssigen Proben sollten sterile, gut verschließbare Becher verwendet
werden (diese werden von Laboren zur Verfügung gestellt).
Probennahme vorher und nachher sollte wegen des direkten Vergleichs
möglichst an der gleichen Stelle der Dämmung entnommen werden. Besonders
wichtig ist, die Probennahme direkt nach der Desinfektion durchzuführen bzw.
vor Trocknungsbeginn. Wichtig ist auch eine korrekte Kennzeichnung mit einem
Probennahmenprotokoll
(www.jatiproducts.de/spe/downloads/probennahmeprotokoll.pdf). Dieses
Protokoll erspart zu einem späteren Zeitpunkt viel Ärger, wenn die Probe
nicht richtig zugewiesen werden kann und dadurch ein korrektes Überprüfen der
Ergebnisse nicht möglich ist.
Nur Desinfektionsmittel ohne bedenkliche Inhaltstoffe verwenden!
Bei der Auswahl der Desinfektionsmittel ist darauf zu achten, dass keine
Produkte mit bedenklichen Inhaltsstoffe wie z. B. Chlor, Aldehyde oder andere
als bedenklich eingestufte Inhaltsstoffe verwendet werden. Es besteht die
Gefahr, dass diese Inhaltsstoffe während der Trocknungsphase im hohen Maße an
die Raum- und Außenluft abgegeben werden und hierdurch neben den Keimen auch
eine Gefährdung durch das Desinfektionsmittel besteht. Außerdem sollte das
verwendete Desinfektionsmittel ein breites Wirkungsspektrum gegen alle Arten
von Schimmelpilzen, Sporen, Bakterien bis zu coliformen Keimen aufweisen
können.
Neues Desinfektionsmittel
Unter dem Namen Jati-EstrichDämm-Des wurde von JatiProducts ein spezielles
Desinfektionsmittel für Estrichdämmungen im Bodenbereich entwickelt.
Benötigt wird lediglich eine 3%-ige Wirkstoffkonzentration. Schon nach 15
Minuten Einwirkzeit sind Schimmelpilze, Bakterien bis hin zu coliformen
Keimen abgetötet. Jati-EstrichDämm-Des ist frei von Chlor, Hypochlorit,
Aldehyden, Alkohol und anderen, oft als bedenklich eingestuften
Inhaltsstoffen. Es verbleiben nach der Trocknung keine schädlichen Rückstände
und auch während der Trocknungsphase kommt es nicht zu einer
Raumluftbelastung durch das Desinfektionsmittel. Ein weiterer Vorteil ist die
einfache Handhabung des Produktes. Die gebrauchsfertige Lösung ist kein
Gefahrstoff. Daher ist ein Einbringen in den Boden einfach und sicher
möglich. Jati-EDD ist geeignet für Styropor, Styrodur, Schüttungen und
Mineralwolle. Das Material kann eingesetzt werden bei Fäkalieneinbruch,
Wasserschäden aller Art und auch bei Belastungen nach Flutschäden.
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