Gegen Schimmelpilze, Sporen, Bakterien, Biofilme.
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Probennahmeprotokoll


Überall dort, wo Nachweise bezüglich eines Sanierungserfolges geführt werden müssen, ist der Probennahme besondere Bedeutung beizumessen.

Im Zusammenhang mit der Probennahme sollte zur Deklaration ein Protokoll erstellt werden. Eine Ausfertigung hiervon sollte dem Labor Ihrer Wahl mit jeder Probe zugeschickt werden.


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Erläuterungen zu den einzelnen Untersuchungspaketen


Quantitativer Nachweis bakterieller Kontaminationen (nur Keimzahl)

Sinnvoll bei sehr jungen Feuchtschäden oder zur räumlichen Eingrenzung eines Abwasserschadens. Bei älteren Schäden ist davon auszugehen, dass überwiegend Schimmelpilze nachweisbar sind.


Nachweis von fäkalen Verunreinigungen (Keimzahlen, E.coli/Coliforme, Enterokokken)

Bei einem jungen Abwasserschaden im Sanitärbereich besteht die Möglichkeit, dass typische Darmkeime durch Fäkalien in das Material eingetragen werden. Typischerweise sind in belasteten Materialien deswegen Indikatorkeime für Verunreinigungen mit Fäkalien nachweisbar. Hierzu gehören vor allem Escherichia coli und Enterokokken. Die Überlebensdauer der Bakterien auf dem Material in einer abgetrockneten Umgebung ist mit wenigen Wochen normalerweise gering, deshalb ist der Nachweis nur bei noch feuchtem Schaden sinnvoll.


Quantitativer Nachweis von Hefen und Schimmelpilzen mit einfacher Gattungsbestimmung

Sinnvoll als sanierungsbegleitende Untersuchung oder zur Differenzierung eines Oberflächenbelags. Die Beeinträchtigung der Bewohner des zu sanierenden Objekts kann jedoch nur bestimmt werden, wenn die Schimmelpilze bis zur Art bestimmt werden, da einzelne Arten ein - verglichen mit Umgebungskeimen - deutlich erhöhtes Gefährdungspotential besitzen.


Quantitativer Nachweis von Hefen und Schimmelpilzen inkl. Schimmelpilzdifferenzierung

Sinnvoll bei der Bestandsaufnahme vor Beginn der Sanierung und zur Kontrolle des Sanierungserfolgs. Die Untersuchungen sollten eine deutliche Verminderung der Belastung des Sanierungsobjekts durch die Sanierung zeigen. Außerdem sollte durch eine Kontrolluntersuchung am Ende der Sanierung gezeigt werden, dass für die Bewohner des Objekts keine Beeinträchtigung mehr besteht.


Allgemeines

Als Materialproben sollten Proben aus dem betroffenen Bereich gewählt werden, wobei die Probenmenge, soweit möglich, mehr als 10 g betragen sollte. Nach erfolgter Sanierung sollte eine Probe aus dem der ersten Probennahmestelle benachbarten Bereich untersucht werden, um die Untersuchungsergebnisse vor/nach Sanierung vergleichen zu können.
Bei einer kompletten Entfernung des belasteten Materials ist eine Untersuchung des neu verbauten Materials nicht sinnvoll, da dieses nicht belastet sein sollte. Hier bietet sich als Kontrolluntersuchung eine Bestimmung der Luftkeimzahl an.
 
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