1. Vernebeln ohne Beseitigung von Schimmelpilzbefall
Vom Jati-Sporen-Vernichter werden je Kubikmeter Raumluft 3 ml Wirkstofflösung
benötigt. Diese Menge reicht aus zum Abtöten von Schimmelpilzsporen und
Bakterien in der Raumluft. Vorhandener, nicht abgetöteter Schimmelpilz an den
Oberflächen wird nach dem Verflüchtigen des Wirkstoffs wieder
Schimmelpilzsporen an die Raumluft abgeben. Daher sind grundsätzlich immer
auch die befallenen Oberflächen zu behandeln.
2. Vernebeln ohne Feinreinigung
Mit dem Jati-Sporen-Vernichter erzeugen Sie aus 3 ml/m³ und einer
Tröpfchengröße von 5-50 µm Millionen bis Milliarden kleinster Tröpfchen.
Durch diese enorme Tröpfchenzahl wird jede Spore erreicht, die sich in der
Raumluft befindet. Gleichgültig ob 100 oder 10000 KBE, eine Abtötung ist auf
jeden Fall sichergestellt. Wird jedoch bei einer Sanierung unachtsam
gearbeitet und Staub und Schmutz nicht gründlich beseitigt, so werden trotz
einer Vernebelung kurzfristig durch Luftbewegungen wieder hohe Sporenanteile
in der Raumluft nachzuweisen sein. Bedenken sollte man hierbei, dass bereits
1 Gramm Hausstaub bis zu 3 Millionen Sporen enthalten kann. Daher ist
oberstes Gebot, Bauschutt, Schmutz und Staub gründlichst zu beseitigen.
3. Vernebeln von Hohlräumen bringt meistens nichts
Das angedachte und oftmals empfohlene Vernebeln von Hohlräumen sollte als
kritisch eingestuft werden, wenn sich in Hohlräumen Schimmelpilzbefall und
sichtbarer Staub auf Oberflächen befindet. Vernebelt man in diese Hohlräume
je Kubikmeter 3 ml Jati-Sporen-Vernichter, ist diese zur Raumluftdesinfektion
empfohlene Menge natürlich nicht ausreichend, um den Schimmelpilz an den
Oberflächen der Hohlräume abzutöten. Auch das oftmals beschriebene Eindringen
eines Wirkstoffnebels in poröse Oberflächen ist aufgrund der minimalen
Wirkstoffmengen nicht als geeignet zu betrachten. Bessere Ergebnisse werden
in Hohlräumen erzielt, wenn man für eine flächige Benetzung der Oberfläche
sorgt (oft schlecht möglich). Dies fördert allerdings wiederum die
Diskussion, dass der Schimmelpilz nicht entfernt werden kann. Vom Grundsatz
her empfehlen wir, immer den abgetöteten Schimmelpilz von Oberflächen oder
aus der Raumluft zu entfernen. Es gibt jedoch bauliche Gegebenheiten, bei
denen Rückbaumaßnahmen nicht oder nur schwer möglich sind. Fälle dieser Art
bedürfen einer Einzelbetrachtung und oft ist eine Kompromisslösung mit
abgetötetem Schimmelpilz von Vorteil.
4. Vernebeln von Dämmungen unter dem Estrich
Den Versuch, Schimmelpilzbefall oder Bakterien in der Dämmung eines Estrichs
durch Vernebeln abzutöten, halten wir ebenfalls nicht für sinnvoll, da nicht
genügend Wirkstoffmenge in die Dämmung eingebracht wird. Oftmals kondensiert
der größte Teil des Wirkstoffs im Eintrittsbereich der Dämmung und schlägt
sich dort nieder. Ein wirklich definiertes Einbringen, das die Sicherheit
bietet, alle Stellen mit Befall erreicht zu haben, erscheint ausgeschlossen.
Materialproben, die wiederum aus den Eintrittsbereichen des Nebels genommen
werden, weisen möglicherweise ein zufrieden stellendes Ergebnis aus, aber wie
es im weiteren Verlauf in der restlichen Dämmung aussieht, ist nur schwer
nachzuweisen.